top of page

UVV-Prüfung Kosten 2026: Richtwerte, Kostenfaktoren und die Alternative eigener Prüfer

Autorenbild: Adrian Schelp
Adrian Schelp
20Std.
7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 48Min.

Prüfprotokoll der LTS-Akademie mit Prüfplakette, Taschenrechner und Münzen – Symbolbild zu den Kosten der UVV-Prüfung

Eine externe UVV-Prüfung kostet 2026 je nach Arbeitsmittel meist zwischen rund 50 und 450 € pro Prüfobjekt und Termin. Ein Firmenwagen oder ein Tor liegt am unteren Ende, eine Hebebühne am oberen. Den Ausschlag geben Prüfaufwand, Anzahl der Objekte und Anfahrt.


Da die meisten Arbeitsmittel jedes Jahr geprüft werden müssen, fallen diese Kosten regelmäßig an. Deshalb lohnt sich der Blick auf mehrere Jahre statt auf den einzelnen Termin. Bei mehreren Prüfobjekten kann ein eigener UVV-Prüfer im Betrieb die günstigere Lösung sein.


In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Faktoren den Preis bestimmen, mit welchen Richtwerten Sie rechnen können und wann sich die Ausbildung eines eigenen Prüfers rechnet. Mit unserem Kostenrechner prüfen Sie direkt, ab welchem Jahr sich ein eigener Prüfer für Ihren Betrieb lohnt.


Inhalt 


Wovon die Kosten einer UVV-Prüfung abhängen?


Die Kosten einer UVV-Prüfung hängen vor allem davon ab, wie aufwendig das Arbeitsmittel zu prüfen ist und wie viele Objekte an einem Termin zusammenkommen. Fünf Faktoren bestimmen den Preis:

  • Art des Arbeitsmittels: Ein Hydraulikschlauch ist schneller geprüft als ein Sektionaltor mit Antrieb, Steuerung und Sicherheitseinrichtungen. Je mehr sicherheitsrelevante Bauteile, desto länger dauert die Prüfung.

  • Anzahl der Prüfobjekte: Viele Prüfdienste rechnen pro Objekt und werden bei mehreren Objekten an einem Standort günstiger. Einzelne Prüfungen über das Jahr verteilt kosten dagegen jedes Mal Anfahrt.

  • Messtechnik: Manche Prüfungen brauchen Messgeräte, etwa die Schließkraftmessung bei Toren oder die Messungen bei elektrischen Betriebsmitteln. Das erhöht den Aufwand und oft auch den Preis.

  • Zustand und Dokumentation: Fehlen Prüfbuch, alte Protokolle oder Herstellerunterlagen, braucht der Prüfer länger. Ein gepflegtes Arbeitsmittel mit lückenloser Dokumentation ist schneller abgehakt.

  • Anfahrt und Termin: Die Anfahrt wird meist pauschal oder nach Kilometern berechnet. Wer weit vom Prüfdienst entfernt liegt, zahlt entsprechend mehr.



UVV-Prüfung Kosten 2026: Richtwerte nach Arbeitsmittel


Die folgenden Richtwerte stammen aus aktuellen Marktübersichten und Preislisten von Prüfdiensten (Stand Herbst 2026). Sie geben eine Orientierung, ersetzen aber kein individuelles Angebot.

Arbeitsmittel

Richtwert externe Prüfung

Prüffrist

Grundlage

Pkw / Firmenwagen

ca. 80–180 € pro Fahrzeug, inkl. Anfahrt

mind. jährlich

DGUV Vorschrift 70

Kraftbetätigtes Tor

ca. 50–150 € pro Tor, zzgl. Anfahrt

mind. jährlich

ASR A1.7

Hebebühne

ca. 200–450 € pro Bühne und Termin

mind. jährlich

DGUV Regel 100-500, Kap. 2.10

Gabelstapler / Flurförderzeug

ca. 80–250 € pro Gerät

mind. jährlich

DGUV Vorschrift 68, FEM 4.004

Baumaschine

stark abhängig von Maschine und Einsatzort

mind. jährlich

DGUV Regel 100-500, Kap. 2.12



Wie viel kostet eine UVV-Prüfung für Pkw und Firmenwagen?


Für die UVV-Prüfung eines Pkw oder Firmenwagens nach DGUV Vorschrift 70 rechnen Betriebe mit etwa 80 bis 180 € pro Fahrzeug und Termin, Anfahrt inklusive. Die Prüfung ist mindestens einmal jährlich fällig. Sie ist nicht dasselbe wie die Hauptuntersuchung (HU) und muss zusätzlich erfolgen.

Wer seine Firmenwagen selbst prüfen möchte, findet alles Weitere beim Lehrgang zur Befähigten Person für Fahrzeuge.


Wie viel kostet eine UVV-Prüfung für Tore?


Für die Prüfung eines kraftbetätigten Tores nach ASR A1.7 liegen die Preise bei etwa 50 bis 150 € pro Tor, meist zuzüglich Anfahrt. Bei mehreren Toren an einem Standort sinkt der Preis pro Stück oft deutlich. Ist eine Schließkraftmessung nötig, kommt diese häufig hinzu.

Mehr zur eigenen Prüfung finden Sie beim Lehrgang zur Befähigten Person für Tore und Türen.


Wie viel kostet eine UVV-Prüfung für Hebebühnen?


Für eine Hebebühne, etwa in der Kfz-Werkstatt, liegen die Kosten bei etwa 200 bis 450 € pro Bühne und Termin. Hydraulik, Tragkonstruktion und Sicherheitseinrichtungen machen die Prüfung aufwendiger. Auch hier ist mindestens eine Prüfung pro Jahr vorgeschrieben.


Wie viel kostet eine UVV-Prüfung für Stapler?


Wie viel kostet eine UVV-Prüfung für Stapler?

Für die UVV-Prüfung eines Gabelstaplers oder anderen Flurförderzeugs nach DGUV Vorschrift 68 liegen die Preise bei etwa 80 bis 250 € pro Gerät. Die Prüfung ist mindestens einmal jährlich fällig und richtet sich nach FEM 4.004. Treibgasstapler sind wegen der Gasanlage meist aufwendiger.

Mehr zur eigenen Prüfung finden Sie beim Lehrgang zur Befähigten Person für Flurförderzeuge.


Wie viel kostet eine UVV-Prüfung für Baumaschinen?


Wie viel kostet eine UVV-Prüfung für Baumaschinen?

Für die UVV-Prüfung von Baumaschinen lässt sich kaum ein pauschaler Preis nennen. Größe, Bauart, Anbaugeräte und Einsatzort bestimmen den Aufwand stark, oft muss der Prüfer zur Baustelle kommen. Für Bagger, Radlader oder Raupen ist ein Angebot für den eigenen Maschinenpark deshalb unverzichtbar.

Auch Baumaschinen müssen mindestens einmal jährlich geprüft werden. Mehr dazu beim Lehrgang zur Befähigten Person für Baumaschinen.


Wie viel kostet eine UVV-Prüfung für Baumaschinen?

Für die UVV-Prüfung von Baumaschinen lässt sich kaum ein pauschaler Preis nennen. Größe, Bauart, Anbaugeräte und Einsatzort bestimmen den Aufwand stark, oft muss der Prüfer zur Baustelle kommen. Für Bagger, Radlader oder Raupen ist ein Angebot für den eigenen Maschinenpark deshalb unverzichtbar.

Auch Baumaschinen müssen mindestens einmal jährlich geprüft werden. Mehr dazu beim Lehrgang zur Befähigten Person für Baumaschinen.



Kosten, die im Angebot oft nicht auftauchen


Der eigentliche Prüfpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Diese Posten sollten Sie zusätzlich einplanen:


  • Ausfallzeit: Während der Prüfung steht das Fahrzeug, das Tor oder die Bühne nicht zur Verfügung. Muss der Termin in die Arbeitszeit fallen, kostet das Produktivität.

  • Nachprüfung: Stellt der Prüfer Mängel fest, ist nach der Reparatur oft ein zweiter Termin nötig. Der wird in der Regel separat berechnet, inklusive erneuter Anfahrt.

  • Reparatur und Ersatzteile: Die Behebung von Mängeln ist im Prüfpreis nicht enthalten.

  • Wartezeit auf Termine: Ist der Prüfdienst ausgelastet, kann die Prüffrist ablaufen. Ein Arbeitsmittel ohne gültige Prüfung darf nicht weiter genutzt werden, und im Schadensfall haftet der Betrieb.


Gerade bei mehreren Arbeitsmitteln und Standorten summieren sich diese Posten schnell. Das ist ein Grund, warum manche Betriebe die Prüfung selbst übernehmen.



UVV-Prüfung selbst durchführen: Wann sich ein eigener Prüfer lohnt


Die UVV-Prüfung muss nicht von einem externen Prüfdienst kommen. Nach Betriebssicherheitsverordnung darf jede Befähigte Person prüfen, also auch ein qualifizierter Mitarbeiter Ihres Betriebs. Die Kosten für seine Ausbildung fallen einmal an, die Prüfungen danach jedes Jahr im eigenen Haus.


Befähigte Person bringt nach der UVV-Prüfung eine Prüfplakette am Türrahmen eines Firmenwagens an

Rechenbeispiel: 8 Firmenwagen


Ein Betrieb mit 8 Firmenwagen zahlt extern 80 bis 180 € pro Fahrzeug. Bildet er stattdessen einen Mitarbeiter zur Befähigten Person für Fahrzeuge aus, kostet das be

i der LTS-Akademie:


  • Lehrgang als 100 % E-Learning: 349 €

  • Grundlagen-Modul (einmalig beim ersten Lehrgang): 200 €

  • Gesamt: 549 € zzgl. MwSt., einmalig


Im Vergleich über drei Jahre:


Extern prüfen lassen

Eigener Prüfer

Kosten im ersten Jahr

640–1.440 €

549 € einmalig

Kosten über drei Jahre

1.920–4.320 €

549 €

Termine

nach Verfügbarkeit des Prüfdienstes

flexibel im Betrieb

Nachprüfung nach Reparatur

eigener Termin, meist kostenpflichtig

direkt durch den eigenen Mitarbeiter

Hinzu kommt die Arbeitszeit des Mitarbeiters für die Prüfungen. Prüfplaketten, Prüfstempel und Musterprotokolle sind im Starterpaket enthalten. Eine Auffrischung empfiehlt sich spätestens nach drei Jahren.


Kostenrechner: Externe UVV-Prüfung oder eigener Prüfer?


Mit dem Rechner vergleichen Sie die Kosten eines externen Prüfdienstes mit einem eigenen, bei der LTS-Akademie ausgebildeten Prüfer. Tragen Sie dazu Ihre eigenen Werte ein.




Wann es sich nicht rechnet


Bei nur ein oder zwei Prüfobjekten lohnt sich der Lehrgang finanziell meist nicht. Das gilt besonders, wenn für die Prüfung ein eigenes Messgerät angeschafft werden muss, etwa für die Schließkraftmessung bei Toren. Anders sieht es aus, wenn Sie mehrere Arbeitsmittel prüfen lassen müssen: Weitere Prüfberechtigungen lassen sich ohne erneutes Grundlagen-Modul ergänzen.


Vorteile über den Preis hinaus


  • Flexibilität: Sie prüfen, wann es in den Betriebsablauf passt, ohne auf einen freien Termin zu warten.

  • Wissen im Betrieb: Ein eigener Prüfer erkennt Mängel früh, auch zwischen den Prüfterminen.

  • Keine Nachprüfungskosten: Nach einer Reparatur prüft der eigene Mitarbeiter direkt nach.


Wer darf UVV-Prüfer werden?


Wer Befähigte Person werden möchte, braucht nach TRBS 1203 eine passende technische Berufsausbildung, Berufserfahrung und eine zeitnahe Tätigkeit im jeweiligen Bereich. Für Fahrzeuge ist das zum Beispiel eine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker, für elektrische Betriebsmittel eine Ausbildung als Elektrofachkraft. Der Lehrgang vermittelt das prüfungsspezifische Wissen: Vorschriften, Prüfablauf und rechtssichere Dokumentation.

Eine Übersicht aller Arbeitsmittel finden Sie bei unseren UVV-Prüfer-Lehrgängen.



Externe UVV-Prüfung: So vergleichen Sie Angebote


Wer extern prüfen lässt, sollte Angebote nicht nur am Preis pro Objekt messen. Diese Fragen helfen beim Vergleich:

  • Was ist enthalten? Anfahrt, Prüfplakette, Prüfprotokoll und Messungen sind nicht immer im Grundpreis.

  • Wie wird abgerechnet? Ein Preis pro Objekt ist bei vielen Objekten oft günstiger als eine Pauschale pro Termin, bei wenigen Objekten umgekehrt.

  • Ist der Prüfer qualifiziert? Lassen Sie sich den Nachweis als Befähigte Person für das jeweilige Arbeitsmittel zeigen.

  • Wie sieht das Protokoll aus? Es sollte alle Prüfpunkte, Mängel und die Freigabe nachvollziehbar dokumentieren.

  • Was kostet eine Nachprüfung? Fragen Sie vorab, wie ein zweiter Termin nach einer Reparatur berechnet wird.

  • Wird die Frist eingehalten? Klären Sie, ob der Prüfdienst den Termin rechtzeitig vor Ablauf der Prüffrist garantiert.



Häufige Fragen zu den Kosten der UVV-Prüfung


Was kostet eine UVV-Prüfung 2026?


Eine UVV-Prüfung kostet 2026 je nach Arbeitsmittel meist zwischen rund 50 und 450 € pro Prüfobjekt und Termin. Firmenwagen und Tore liegen am unteren Ende, Hebebühnen am oberen. Anfahrt und Nachprüfungen kommen oft hinzu.


Darf ich die UVV-Prüfung selbst durchführen?


Ja, die UVV-Prüfung darf jede Befähigte Person durchführen, auch ein eigener Mitarbeiter. Voraussetzung ist eine passende technische Ausbildung mit Berufserfahrung nach TRBS 1203 sowie ein Lehrgang für das jeweilige Arbeitsmittel.


Ist die UVV-Prüfung dasselbe wie die Hauptuntersuchung?


Nein, die UVV-Prüfung ist nicht dasselbe wie die Hauptuntersuchung (HU). Die HU prüft die Verkehrssicherheit, die UVV-Prüfung zusätzlich die Arbeitssicherheit nach DGUV Vorschrift 70. Beide sind getrennt vorgeschrieben.


Wie oft fallen die Kosten an?


Die Kosten fallen in der Regel jedes Jahr an, weil Firmenwagen, Tore und Hebebühnen mindestens einmal jährlich geprüft werden müssen. Hinzu kommen Prüfungen vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen.



Fazit: Die UVV-Prüfung über mehrere Jahre rechnen


Eine einzelne UVV-Prüfung ist mit 50 bis 450 € überschaubar, über Jahre und mehrere Arbeitsmittel wird daraus ein fester Kostenblock. Wer nur wenige Objekte hat, ist mit einem guten externen Prüfdienst gut bedient. Ab mehreren Fahrzeugen, Toren oder Bühnen lohnt sich der Vergleich mit einem eigenen Prüfer.

Die LTS-Akademie bildet Ihre Mitarbeiter als 100 % E-Learning oder mit Live-Online-Seminar zur Befähigten Person aus, berufsgenossenschaftlich anerkannt und sofort buchbar. Alle Arbeitsmittel finden Sie in der Übersicht unserer UVV-Prüfer-Lehrgänge.




Über den Autor


Adrian Schelp ist Geschäftsführer der LTS-Akademie und arbeitet als Fachexperte im DGUV-Ausschuss für Flurförderzeuge mit. Die LTS-Akademie bildet seit über zehn Jahren Befähigte Personen aus und hat bislang mehr als 3.500 UVV-Prüfer qualifiziert.

 
 
 

Kommentare


bottom of page